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Komposition
"eclat.Festival
für neue musik Stuttgart"
Richtig unter die Haut gingen nur drei Stücke. Davon war eines
Ch3-P-O-Ch(CH3)2/station. Eine Musiktheaterszene nach Untergrundkrieg
von Haruki Murakami (Musik: Burkhard Friedrich)schickt den Betrachter
in eine klaustrophobische Klang-Bild-Welt. Ein Mann und eine Frau
erzählen parallel ihre Erlebnisse im labyrinthischen Kosmos
der U-Bahn.'
Anette Eckerle, Neue Zeitschrift für Musik 2/05
"Der
Hamburger Komponist Burkhard Friedrich, 1962 geboren, ist offenkundig
weit eher von Lancelots Heillosigkeit als von seiner Heldenhaftigkeit
fasziniert. Schon 1998 schrieb er eine Kammeroper "Lancelot
und Ginover", die er nun als "Lancelots Spiegel"
radikalisiert hat, für die er nun den Grazer Johann-Josef-Fux-Opernpreis
erhielt."
"Der eher kaleidoskopischen Form von "Lancelots Spiegel"
entspricht eine transparente, facettenreiche Musik,..., gleichwohl
von Szene zu Szene in Duktus wie Instrumentation variiert. Friedrich
umgibt die Figuren mit einem Gespinst grell-fragiler Klänge
und als Saxophonist weiß er, wie man Bläserstimmen individuell
führt und zugleich zu wechselnd kompakten Klangmischungen bündelt,
wobei Vierteltöne auch für schräge Irritationen sorgen."
"Das Stück gefällt sich nicht in neoromantischer
Heile-Welt-Beschwörung, die Stacheligkeit bleibt."
Gerhard Koch, FAZ, 28.11.03
Einen
dreidimensionalen Raum schafft Burkhard Friedrich, der sich von
Daniel Libeskinds Skizzen zum Erweiterungsbau des jüdischen
Museums Berlin inspirieren ließ.
Extrem kleine Klangpartikel, blitzschnell aufeinander gespielt,
springen auf und spiegeln sich wie ein futuristischer, gläserner
Stadtteil. Das Ensemble SurPlus (...) betreibt dieses Spiel perfekt,
die dazukommende CD klingt genauso gleich und das Verwirrspiel gelingt:
Was ist live, was ist Konserve? Die Wahrnehmung des Hörers
wird in neue Sphären geleitet und irgendwann stellt man verblüfft
fest, dass der Dirigent nurmehr die CD dirigiert.
Voralberger Nachrichten, Bludenz, 22.11.03
"Bescheiden
'TANZ' nennt Komponist und Altsaxophonist Burkhard Friedrich
sein Solostück. Er formte ein außergewöhnliches
Werk, daß wegen seiner hundertundeins technischen Finessen,
inklusive Zirkularatem und mehrstimmigem Spiel so schnell leider
keinen weiteren Interpreten finden wird".
Schwäbisches Tageblatt, 1.3.2001
"Er
steht jenseits des seriellen Strukturfetischismus, der 1962 in Berlin
geborene Komponist Burkhard Friedrich. Sein anti-strukturelles,
ja gewissermaßen sogar zeitloses kompositorisches Denken erinnert
in der Tat an eine Verweigerungästhetik, die vor jeden musikalischen
Zusammenhang die Skepsis setzt. Jedoch, wer beim Portraitkonzert
genau hinhörte, dem wurde klar, daß der junge Berliner
viel direkter musikalisch und musikantischdenkt,
als es die Verweigerungsästheten vermögen. Der Komponist
betont ausdrücklich, und nichts anderes wird in seinem Schaffen
deutlich, daß er dem expressiven Gehalt des Materials vertraue.
Dieses Vertrauen verleiht seinen Kompositionen bestechende Eigendynamik,
klangliche Homogenität und ingeniöse Zeitlosigkeit."
Heidelberger Nachrichten 2.3.1993
Burkhard
Friedrichs Trio 'glimmer' (1995) paßte mit seinen brüchigen,
matt schattierten Farbflächen hervorragend dazu..."
Heidelberger Nachrichten, 27.1.1992
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"(...)
Das Gemeinschaftsprojekt des Komponisten Burkhard Friedrich mit
dem experimentellen Pop-Musiker Felix Kubin ist nichts für
schwache Nerven, denn die Textvorlage des unterkühlt kurzweiligen
Musiktheaters entstammt dem Roman "Glamorama" des amerikanischen
Schockautors Bret Easton Ellis. Schon die ersten durchdringenden
Töne balancieren in gefährlicher Höhe. Stechend wie
eine Injektionsspritze und ebenso betäubend befördert
uns die Musik in die elitäre Partywelt deiner mondenänen
Großstadtschickeria.(...)"
Hamburger Morgenpost 11.5.05 "Imitation of Life"
Der in
Hamburg lebende , 1962 geborene Komponist Burkhard Friedrich folgt
mit "Lancelots Spiegel" dem Schema des analytischen
Dramas,...dass das reflektierende und nacherlebende Ich in einen
Sänger (...) aufgespalten
wird, bedeutet einen Zuwachs an Intensität. ... Es ist ein
ruhiges, packendes Werk, das durch die ungewöhnliche, gelungene
Bühnengestaltung von Katrin Gerheuser adäquat in Szene
gesetzt wurde.
"Das Opernglas" 1/04
Die Uraufführung
von Burkhard Friedrichs "Lancelots Spiegel" im TIP
war Höhepunkt des heurigen Johann-Joseph-Fuxwettbewerbs des
Landes. Der 40-jährige Komponist erschuf eine mysteriöse
Welt des Erinnerns und der Selbst-Suche, von den KUG-Kräften
vorbildlich in Bühnenrealität umgesetzt.
"Lancelots Spiegel" zeigte eindrucksvoll die Sinnhaftigkeit
des Wettbewerbs und das enorme Potenzial des Ensembles, das auch
ein sehr schwieriges Stück mustergültig zur Weltpremiere
bringen kann. Auffallend gelungen Katrin Gerheusers Bühnenbild,
eine Ödnis mit angedeutetem See, in der sich Ritter Lancelot
verzweifelnd auf die Suche nach seiner Identität begibt. Die
Darsteller haben Sprechrollen, der Gesang ist einem beim Orchester
platzierten Quartett überlassen. Christian Pöppelreiter
gelang eine atmosphärische, vieldeutige Inszenierung, die die
seltsam mysteriöse und doch strukturierte Tonsprache Friedrichs
gut ergänzte. Wolfgang Schmid und das "KlangImPuls"-Orchester
leisteten ganze Arbeit.
Martin Gasser, Kronenzeitung, Graz, 21.11.2003
...Friedrich
sucht nämlich den Hinhörer. Ihn interssieren vor allem
zwei Dinge: das einzelne, oftmals vereinzelte Klangereignis, Ton
und Geräusch in ihrem Schwingungsverhalten und Farbenspektrum.
Jeglichem Dekor abhold, lässt er weg, bis die nackte Essenz
übrig bleibt. Friedrich ist kein Epiker, er liebt das Epigramm.
Die "HerbstTänze" sind sechs schmucklose Vignetten,
bis
zur bloßen Geste niedergeblühte Poesien. Beim "Farbenspiel"
für Violine solo, von Barbara Lüneburg hinreißend
entfacht, folgt er der Analyse des
Klangspektrums einer Geige, deren farbige Zitterkurven er auf dem
Monitor komponierend in Klang rückübersetzt. (...)
Nach alter Meister Art entstehen Friedrichs Stücke gleichsam
Hand in Hand mit seinen Interpreten, was Hirngespinste ausschließt.
Lutz Lesle, Neue Zeitschrift für Musik, Mai/Juni 2003
"Was
die Neuen Vokalsolisten da zur Aufführung brachten,
hatte die Aura eines wiedergefundenen Kunstwerkes, das sich allein
durch die Zeit verändert hat. Der Erzählfluss ist aufgebrochen,
der Text fragmentarisiert auf die Stimmen verteilt. Die Textteile
entwickeln je eigene Bewegungsmuster: auch Klangräume haben
keinen festen Ort mehr."
Stuttgarter Nachrichten 23.11.1999
"Burkhard
Friedrich, nicht nur Komponist, sondern auch Saxophonist, präsentierte
sein Solowerk 'TANZ': Es ist ein mitreißendes Stück
und man hört ihm gerne zu"
Friedrichshafener Kurier, 19.7.1992
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Saxophon
"Virtuos
endete das Konzert mit dem Werk 'Hout' von Louis Andriessen.
Die Musiker interpretierten das Werk ausgezeichnet, bemerkenswert
artikulierte der Saxophonist Burkhard Friedrich seinen Part."
Neue Vorarlberger Tageszeitung 9.8.01
"Burkhard
Friedrich, als Komponist und praktizierender Musiker gleichermaßen
preisgekrönt, begann die Matinee mit einem Klassiker der Neuen
Musik: Luciano Berios 'Sequenza IX b' für Altsaxophon:
vielgestaltig auswachsend, wandlungsreich in Klang und Ausdruck,
fantasiereich geschlungen, erweitern die Mehrfachklänge das
Spektrum enorm. Der Saxophonist wusste die Schattierungen und Nuancen
mit hoher Intensität zu füllen."
Die Rheinpfalz, 6.3.2001
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"'Hout',
von Louis Andriessen, meisterhaft gespielt, in unerbittlichem
Puls vorangestrieben, mit höchster Konzentration und Kondition;
Hochachtungsbeifall."
Schwäbische Zeitung, 25.6.2001"...entlockte
Burkhard Friedrich dem Saxophon ganz erstaunliche Töne und
führte Spieltechniken vor, die höchste Verwunderung und
Bewunderung hervorriefen..." Reutlinger Tagesanzeiger, 27.2.2001"...'Tre
Pezzi' von Giacinto Scelsi, in denen sich Burkhard Friedrich
als versierter und besonnen artikulierender Solist erwies..."
Stuttgarter Zeitung, 6.8.1991
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